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Vitamin D-Mangel – wie schnell?

Sie haben im Urlaub Sonne getankt? Sind schön braun geworden? Und Sie denken, Sie haben Ihren Vitamin D-Spiegel erhöht?

Ja, vielleicht haben Sie das, WENN Sie sich so gebräunt haben wie ich es in meinem vorherigen Beitrag “Wissen Sie, wie man sich bräunt?” beschrieben habe.
Leider halten sich die meisten Menschen noch immer an die eindringlichen kommerziellen (wenn auch als medizinisch getarnten) Empfehlungen der Hersteller von Sonnenschutz-Lotionen: “Immer, wenn Sie in die Sonne gehen, sollten Sie Lotionen mit hohem Sonnenschutzfaktor benutzen und häufig nachcremen. Wenn Sie diesen Rat noch immer befolgt haben, können Sie jetzt aufhören zu lesen, denn in diesem Fall haben Sie Ihre Haut im Prinzip daran gehindert, überhaupt Vitamin D herzustellen, und aus gesundheitlicher Sicht hätten Sie sich das Geld für die Reise in die Sonne sparen können.

Sie sind vielleicht von den UVA-Strahlen braun geworden, die die meisten Sonnenschutz-Lotionen durch lassen, aber das ist nur eine oberflächliche Bräune, welche die Haut trockener und faltiger werden lässt, und welche sehr schnell wieder verschwindet. Darüber hinaus produzieren UVA-Strahlen keinerlei Vitamin D. Dasselbe gilt, wenn Sie durch ein Glasfenster braun werden, denn Glas lässt genau wie die meisten Sonnenschutz-Lotionen UVA-Strahlen durch, blockiert jedoch die gesunden UVB-Strahlen, die Vitamin D herstellen.
Wenn Sie jedoch den Rat in “Wissen Sie, wie man sich bräunt?” befolgt haben und lange genug ohne Sonnenschutz zu einer Zeit an einem Ort waren, als die Sonne hoch genug am Himmel stand (>50°), sodass Ihre Haut Vitamin D produzieren konnte (aber nicht so lange, dass Sie einen Sonnenbrand bekommen haben), dürften Sie den Vitamin D-Spiegel in Ihrem Blut erheblich erhöht haben.

Wenn Sie wieder kommen, stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis Sie wieder einen Vitamin D-Mangel haben?

Viele glauben, dass eine gute Bräune im Sommer den Spiegel den ganzen Winter über hoch bleiben lässt. Selbst eine Autorität in Sachen Vitamin D wie Dr. Michael Holick meint in seinem neuesten Buch “Die Vitamin D-Lösung: Eine 3-Schritte-Strategie zur Heilung unserer häufigsten Gesundheitsprobleme”, dass wir “für den Winter Vorräte anlegen können”.
Leider hält dieser “Vorrat” an Vitamin D nur einige Wochen bis Sie wieder einen Mangel D-Mangel bekommen, wenn Sie nichts unternehmen.
Ich weiß das, weil ich es an mir selbst ausprobiert habe. Nachdem ich nach einem sonnigen Urlaub wieder an meinen Wohnort kam (wo es von Mitte August bis Mitte Mai unmöglich ist, UVB von der Sonne zu bekommen), lag mein Blutspiegel an 1,25 Vitamin D bei 74,5 ng/ml (~186 nmol/l), was ein ziemlich guter Wert ist. (der Spiegel, bei welchem man von einem Mangel spricht, variiert von Quelle zu Quelle, aber unter 10 ng/ml [~25 nmol/l] ist mit Sicherheit ein Mangel und unter 30 ng/ml [~75 nmol/l] ist “nicht genug”)
So weit, so gut. Indem ich meinen eigenen Rat befolgte, hatte ich das gewünschte Ergebnis erzielt (und als Bonus eine schöne, lang anhaltende “Vollspektrum”-Bräune erhalten). Als ich den Vitamin D-Spiegel im Blut zwei Wochen später wieder bestimmen ließ, war er bereits auf 52,7 ng/ml (~131,5 nmol/l) gefallen. Die Sonnenbräune war bis zu diesem Zeitpunkt auch nur noch halb so ausgeprägt wie bei meiner Wiederkehr.
Da ich keine unnötigen Risiken in Bezug auf meine Gesundheit eingehen möchte, war es dann Zeit, die übliche Gewohnheit des regelmäßigen (zwei bis dreimal die Woche) und moderaten Bräunens im Solarium wieder aufzunehmen. Ich weiß aus früherer Erfahrung, dass dies meinen Vitamin D-Spiegel hoch genug halten wird, um mir guten Schutz vor Erkältungen und Grippe-Erkrankungen zu liefern, an denen die meisten anderen Menschen in der Winterzeit leiden.
Die Schlussfolgerung, zumindest für mich, ist, dass ein hoher Vitamin D-Blutspiegel, der optimal durch Bräunen in der natürlichen Sonne erzielt wird, in etwa so schnell sinkt wie die Haut ihre Bräune verliert. Ein Monat ohne “Nachladen” im Solarium lässt den Vitamin D-Mangel wiederkehren. Und damit ist das Risiko, zu erkranken deutlich höher.

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